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„Sittlich sind die Dinge geordnet nach Recht undStrafe. Oh wo ist die Erlösung vom Fluss der Dingeund der Strafe „Dasein“? Also predigte der Wahnsinn.
„Kann es Erlösung geben, wenn es ein ewigesRecht giebt? Ach, unwälzbar ist der Stein „Es war“:ewig müssen auch alle Strafen sein!“ Also predigteder Wahnsinn.
„Keine That kann vernichtet werden: wie könntesie durch die Strafe ungethan werden! Diess, diess istdas Ewige an der Strafe „Dasein“, dass das Dasein auchewig wieder That und Schuld sein muss!
„Es sei denn, dass der Wille endlich sich selbererlöste und Wollen zu Nicht-Wollen würde —“: dochihr kennt, meine Brüder, diess Fabellied des Wahnsinns!
Weg führte ich euch von diesen Fabelliedern, alsich euch lehrte: „der Wille ist ein Schaffender.“
Alles „Es war“ ist ein Bruchstück, ein Räthsel, eingrauser Zufall — bis der schaffende Wille dazu sagt:„aber so wollte ich es!“
— Bis der schaffende Wille dazu sagt: „Aber sowill ich es! So werde ich’s wollen!“
Aber sprach er schon so? Und wann geschiehtdiess? Ist der Wille schon abgeschirrt von seiner eignenThorheit?
Wurde der Wille sich selber schon Erlöser undFreudebringer? Verlernte er den Geist der Rache undalles Zähneknirschen?
Und wer lehrte ihn Versöhnung mit der Zeit, undHöheres, als alle Versöhnung ist?
J
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