Als ich das gesagt hatte, gebärdete sich der Feuer-hund wie unsinnig vor Neid. „Wie? schrie er, daswichtigste Thier auf Erden? Und man glaubt’s ihmauch?“ Und so viel Dampf und grässliche Stimmenkamen ihm aus dem Schlunde, dass ich meinte, erwerde vor Arger und Neid ersticken.
Endlich wurde er stiller, und sein Keuchen liessnach; sobald er aber stille war, sagte ich lachend:
„Du ärgerst dich, Feuerhund: also habe ich überdich Recht!
Und dass ich auch noch Recht behalte, so hörevon einem andern Feuerhunde: der spricht wirklich ausdem Herzen der Erde.
Gold haucht sein Athem und goldigen Regen: sowill’s das Herz ihm. Was ist ihm Asche und Rauchund heisser-Schleim noch!
Lachen flattert aus ihm wie ein buntes Gewölke;abgünstig ist er deinem Gurgeln und Speien undGrimmen der Eingeweide!
Das Gold aber und das Lachen — das nfmmt eraus dem Herzen der Erde, denn dass du’s nur weisst, —das Herz der Erde ist von Gold.“
Als diess der Feuerhund vernahm, hielt er’s nichtmehr aus, mir zuzuhören. Beschämt zog er seinenSchwanz ein, sagte auf eine kleinlaute Weise Wau!Wau! und kroch hinab in seine Höhle. ■—
Also erzählte Zarathustra. Seine Jünger aber hörtenihm kaum zu: so gross war ihre Begierde, ihm vonden Schiffsleuten, den Kaninchen und dem fliegendenManne zu erzählen.
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