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Aus jeder ihrer Klagen tönt Rache, in jedem ihrerLobsprüche ist ein Wehethun; und Richter-sein scheintihnen Seligkeit.
Also aber rathe ich euch, meine Freunde: misstrautAllen, in welchen der Trieb, zu strafen, mächtig ist!
Das ist Volk schlechter Art und Abkunft; aus ihrenGesichtern blickt der Henker und der Spürhund.
Misstraut allen Denen, die viel von ihrer Gerechtig-keit reden! AVahrlich, ihren Seelen fehlt es nicht nuran Flonig.
Und wenn sie sich selber „die Guten und Ge-rechten“ nennen, so vergesst nicht, dass ihnen zumPharisäer Nichts fehlt als — Macht!
Meine Freunde, ich will nicht vermischt und ver-wechselt werden.
Es giebt Solche, die predigen meine Lehre vomLeben: und zugleich sind sie Prediger der Gleichheitund Taranteln.
Dass sie dem Leben zu Willen reden, ob sie gleichin ihrer Höhle sitzen, diese Gift-Spinnen, und abgekehrtvom Leben: das macht, sie wollen damit wehethun.
Solchen wollen sie damit wehethun, die jetzt dieMacht haben: denn bei Diesen ist noch die Predigt vomTode am besten zu Hause.
Wäre es anders, so würden die Taranteln anderslehren: und gerade sie waren ehemals die besten Welt-Verleumder und Ketzer-Brenner.
Mit diesen Predigern der Gleichheit will ich nichtvermischt und verwechselt sein. Denn so redet mirdie Gerechtigkeit: „die Menschen sind nicht gleich.“
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