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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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I So ihr aber einen Feind habt, so vergeltet ihm'» nicht Böses mit Gutem: denn das würde beschämen.\ Sondern beweist, dass er euch etwas Gutes ange-j than hat.

Und lieber zürnt noch, als dass ihr beschämt!Und wenn euch geflucht wird, so gefällt es mir nicht,dass ihr dann segnen wollt. Lieber ein Wenig mit-fluchen !

Und geschah euch ein grosses Unrecht, so thutmir geschwind fünf kleine dazu! Grässlich ist Der an-zusehn, den allein das Unrecht drückt.

Wusstet ihr diess schon? Getlieiltes Unrecht isthalbes Recht. Und Der soll das Unrecht auf sichnehmen, der es tragen kann!

Eine kleine Rache ist 'menschlicher als gar keineRache. Und wenn die Strafe nicht auch ein Rechtund eine Ehre ist für den Übertretenden, so mag ichauch euer Strafen nicht.

Vornehmer ists, sich Unrecht zu geben als Rechtzu behalten, sonderlich wenn man Recht hat. Nur mussman reich genug dazu sein.

Ich mag eure kalte Gerechtigkeit nicht; und 'ausdem Auge eurer Richter blickt mir immer der Henkerund sein kaltes Eisen.

Sagt, wo findet sich die Gerechtigkeit, welcheLiebe mit sehenden Augen ist?

So erfindet mir doch die Liebe, welche nicht nuralle Strafe, sondern auch alle Schuld trägt!

So erfindet mir doch die Gerechtigkeit, die Jedenfreispricht, ausgenommen den Richtenden!

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