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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Ich wollte, ihr hieltet es nicht aus mit allerleiNächsten und deren Nachbarn; so müsstet ihr aus euchselber euren Freund und sein überwallendes Herzschaffen.

Ihr ladet euch einen Zeugen ein, wenn ihr voneuch gut reden wollt; und wenn ihr ihn verführt habt,gut von euch zu denken, denkt ihr selber gut von euch.

Nicht nur Der lügt, welcher wider sein Wissenredet, sondern erst recht Der, welcher wider sein Nicht-wissen redet. Und so redet ihr von euch im A^erkehreund belügt mit euch den Nachbar.

Also spricht der Narr:der Umgang mit Men-schen verdirbt den Charakter, sonderlich wenn mankeinen hat.

Der Eine geht zum Nächsten, weil er sich sucht,und der Andre, weil er sich verlieren möchte. Eureschlechte Liebe zu euch selber macht euch aus derEinsamkeit ein Gefängniss.

Die Ferneren sind es, welche eure Liebe zumNächsten bezahlen; und schon wenn ihr zu fünfen miteinander seid, muss immer ein sechster sterben.

Ich liebe auch eure Feste nicht: zu viel Schau-spieler fand ich dabei, und auch die Zuschauer ge-bärdeten sich oft gleich Schauspielern.

Nicht den Nächsten lehre ich euch, sondern denFreund. Der Freund sei euch das Fest der Erde undein \ r orgefühl des Übermenschen.

Ich lehre euch den Freund und sein übervollesHerz. Aber man muss verstehn, ein Schwamm zu sein,wenn man von übervollen Herzen geliebt sein will.

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