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1 Sie wollen gerne todt sein, und wir sollten ihrenj Willen gut heissen! Hüten wir uns, diese Todten zu■ erwecken und diese lebendigen Särge zu versehren!
Ihnen begegnet ein Kranker oder ein Greis oderein Leichnam; und gleich sagen sie „das Leben istwiderlegt!“
Aber nur sie sind widerlegt und ihr Auge, wel-ches nur das Eine Gesicht sieht am Dasein.
Eingeliüllt in dicke Schwermuth und begierig aufdie kleinen Zufälle, welche den Tod bringen: so wartensie und beissen die Zähne auf einander.
Oder aber: sie greifen nach Zuckerwerk und spottenihrer Kinderei dabei: sie hängen an ihrem .StrohhalmLeben und spotten, dass sie noch an einem Strohhalmhängen.
Ihre Weisheit lautet: „ein Thor, der leben bleibt,aber so sehr sind wir Thoren! Und das eben ist dasThörichtste am Leben!“ —
\ „Das Leben ist nur Leiden“ — so sagen Andre undI lügen nicht: so sorgt doch, dass ihr aufhört! So sorgt; doch, dass das Leben aufhört, welches nur Leiden ist!
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! Und also laute die Lehre eurer Tugend „du sollstidich selber tödten! Du sollst dich selber davon-stehlen!“ —
' „Wollust ist Sünde, — so sagen die Einen, welcheden Tod predigen — lasst uns bei Seite gehn undkeine Kinder zeugen!“
„Gebären ist mühsam, — sagen die Andern —wozu noch gebären? Man gebiert nur Unglückliche!“
Und auch sie sind Prediger des Todes.
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