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17 : Abt. 3, Philologica ; Bd. 1 (1910) Gedrucktes und Ungedrucktes aus den Jahren 1866 - 1877
Entstehung
Seite
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Zeiten ein gern gesehener Gast war: wenngleich wir wenigdavon wissen. Dass Theognis in den xpr^xo^ahrj desHelladius eine Stelle gefunden hat, können wir aus einemLemma der Anthologia Cephalana schliessen. In ihr findetsich zwar das )a ( ;j.ua ©so-fvioo? nicht, wohl aber werdenvier Stellen des Theognis angeführt, zwei, V. 115152 und115556 als ao^Xov, V. 79596 als Mip-veppou, V. 52728als B/ ( aavxi'voo. Besantinus aber ist Helladius, wie er z. B.auch genannt wird Orion E. v. xopoc. iroxviaa&at. cpevivöa.

Aber wie kam V. 79596, ein Fragment, das mit Be-stimmtheit dem Mimnermus zugehört s. Anthol. Pal. IX,60 Mtp.vepp.ou ek xo avextoc C'7 ( v in unsere Theognis-sammlung? Ebenfalls gehören V. 101722 unserer Samm-lung nicht dem Theognis an, sondern dem Mimnermus.

Nun finden sich in unsrer Sylloge eine grosse Anzahlvon Fragmenten, die den Genuss und die Freuden einesüppigen Lebens verherrlichen, und welche durchaus zu demBilde stimmen, das sich das Alterthum von Mimnermusmachte. Vgl. einen Vers des Alexander Aetol. bei Athen.699 bc. Jene Verse fand unser Redactor nicht in denTheognisgnomologien vor: woher nahm er sie also ? Sollenwir es einem Versehen zuschreiben, dass er sie aufnahm?

Wenn wir nun erkannt haben, dass der Redactor einedem Theognis feindliche Tendenz hatte, so dürfen wir nichtmehr an ein harmloses Versehen glauben. Er suchte nachWaffen, um ihm zu schaden: er beabsichtigte in das reineCharakterbild des Theognis einzelne Schatten einzuzeichnen.Dazu sammelte er Parodien des Theognis, dazu fügte erVerse des Mimnermus ein, die in ihrem weichlichenKlange seltsam gegen die harten, energisch kräftigen, oftdüsteren und verbissenen Gedanken des Theognis con-trastiren.

Verse des Solon, des*Tyrtäus, auch des Phokylides,wie Rintelen S. 34 meint, konnten sich schon früher unterdie Theognideischen eingeschlichen haben, Verse des Mim-nermus aber erst mit unserm Redactor. Jene hat einkleines Versehen in den Theognis gebracht, diese einemissgünstige Absicht. Hiernach mag man beurtheilen, in

Nietzsche, Werke. III. Abth., Bd. XVII. (Philologica I.) 3