Druckschrift 
16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
Entstehung
Seite
449
Einzelbild herunterladen
 

449

Gegen das Alterthum gehalten, das an dieVernunft (die göttliche Herkunft der Ver-nunft), an die Tugend (als höchste Ver-nünftigkeit und Unabhängigkeit des Geistes)glaubte, lehrt das Christenthum den Ver-dacht, dass Alles im Grunde böse undunverbesserlich sei; dass der Stolz des Geistesseine grösste Gefahr sei u. s. w.

6) Der Anarchismus.

7) Gegen den Causalismus. Bedingungen zu einerUrsache. Aph. 548, 554, 627.

8) Die erzieherische Lüge. Plato. Dazu gehörenalle mehr oder weniger verkehrtenIdeale. AlleErziehung wozu? Dauerhafte Gebilde zu schaffen,in denen etwas Langes wachsen kann.

9) Wie entsteht der Ruhm um moralische Qualität?Aph. 306.

10) Moral geht auf Vermittelmässigung, Erniedrigungdes Niveaus hinaus. Inwiefern hier ein Instinktder Erhaltung redet. Aph. 730.

Im grossen Menschen sind die spezifischenEigenschaften des Lebens, Unrecht, Lüge, Aus-beutung am grössten. Insofern sie aber über-wältigend gewirkt haben, ist ihr Wesen ambesten missverstanden und ins Gute interpretirtworden. Typus Carlyle als Interpret.

11) Antagonismus zwischen Verstärkung und Ver-besserung.

12) Gegen die Atomistik.

13) Thatsächlich empfinde ich zwischen uns nichtden Gegensatz, sondern bloss den Glauben andas Ich, die vollkommene Freiheit ( Gesetzlich-

Nietzsche, Werke II. Abtheilung, Bd. XVI.

29