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16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
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untreu wird und nachtheilig wählt, sind Zeichen der de-cadence (eine Menge der berühmtesten sogenanntenHeiligen sind einfach durch ihren Mangel anEgois-mus überführt, decadents zu sein).

Die Handlungen der Liebe, desHeroismus sindso wenigunselbstisch, dass sie gerade der Beweiseines sehr starken und reichen Selbst sind: das Abgeben-können steht denArmen nicht frei . . . ebensowenigdie grosse Verwegenheit und Lust am Abenteuer, diezumHeroismus gehört. Nichtsich opfern als Ziel,sondern Ziele durchsetzen, über deren Folgen man ausÜbermuth und Zutrauen zu sich nicht besorgt ist,gleichgültig ist . . .

io.

Psychologie der sogenannten u n egoistischen Hand-lungen: in Wahrheit sind sie strengstens auf denSelbst-Erhaltungs-Instinct hin regulirt.

Das Umgekehrte ist bei den sogenannten egoisti-schen Handlungen der Fall: hier fehlt gerade der diri-girende Instinct, das tiefe Bewusstsein des Nützlichenund Schädlichen.

Alle Stärke, Gesundheit, Vitalität zeigt von dervermehrten Spannung hin zum commandirenden In-stinct des Selbst. Alles Locker-werden ist decadence.

11 .

Der Herkunft nach ist Moral: Summe der Er-haltungs-Bedingungen einer armen, halb oder ganzmissrathnen Art Mensch. Diese kann diegrosse Zahlsein: daher ihre Gefahr.