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16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
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mit Faust zu reden.Die Mütter! Mütter!s klingt soschauerlich. Wir machen aus ihr eine Gefahr, wirverändern ihren Begriff, wir lehren Philosophie als lebens-gefährlichen Begriff: wie könnten wir ihr besser zuHülfe kommen? Ein Begriff wird der Menschheitimmer so viel werth sein, als er ihr kostet. Wenn Nie-mand Bedenken trägt, für den BegriffGott,Vater-land,Freiheit Hekatomben zu opfern, wenn die Ge-schichte der grosse Dampf um diese Art Opfer ist,womit kann sich der Vorrang des BegriffsPhilosophievor solchen Popular-Werthen wieGott,VaterlandFreiheit beweisen, als dadurch, dass er mehr kostetgrössere Hekatomben? . . . Umwerthung aller Werthe:das wird kostspielig, ich verspreche es

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Dieser Anfang ist heiter genug: ich schicke ihm so-fort meinen Ernst hinterdrein. Mit diesem Buche wirdder Moral der Krieg erklärt, und, in der That, dieMoralisten insgesammt werden zuerst von mir abgethan.Man weiss bereits, welches Wort ich mir zu diesemKampf zurecht gemacht habe, das Wort Immoralist;man kennt insgleichen meine FormelJenseits von Gutund Böse. Ich habe diese starken Gegen-Begriffe nöthig:die Leuchtkraft dieser Gegen-Begriffe, um in jenenAbgrund von Leichtfertigkeit und Lüge hinabzuleuchten,der bisher Moral hiess. Die Jahrtausende, die Völker,die Ersten und die Letzten, die Philosophen und diealten Weiber in diesem Punkte sind sie alle einanderwürdig. Der Mensch war bisher das moralische Wesen,eine Curiosität ohne Gleichen und als moralischesWesen absurder, verlogener, eitler, leichtfertiger, sich