Druckschrift 
14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
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Verlag- von C. G. NAUMANN in Leipzig.

Epitome

der

Synthetischen Philosophie Herbert Spencers

von

F. Howard Collins.

Mit einer Vorrede von Herbert Spencer.Uebersetzt von Prof. Dr. J. Victor Carus.

Gr. 8°. 46 Bogen. Preis broschiert Mark 11., gebunden Mark 13.

Es ist ein grosses, unbestrittenes Verdienst F. Howard Collins, von HerbertSpencersSynthetischer Philosophie, welche ausser denAllgemeinen Grundlagenbis jetzt in neun Bänden durch verschiedene Erkenntnisgebiete ausführlich dargelegt undentwickelt ist, einen mit grosser Umsicht und äusserster Gewissenhaftigkeit gemachtenAuszug verfasst zu haben. Die immer grössere Verbreitung und weitere Anerkennungfindende, dem Dogmatismus der älteren Schulphilosophie nicht sklavisch folgende, indessenmit ihm nicht vollständig brechende Philosophie Herbert Spencers, welcher dieevolutionistische Lehre seines grossen Landsmannes Charles Darwin, sie auf dasGeistesleben und die daraus sich ergebende Weltanschauung in folgerechter und erfolg-reicher Weise anwendend, weiter philosophisch begründet und. dadurch zu äusserst wert-vollen Ein- und Ausblicken geführt hat und noch weiter zu führen bestimmt ist, wird inCollinsEpitome dem Leser in knapp gehaltener, streng dem GedankengangSpencers folgender Form dargelegt und bietet damit sowohl eine sicher orientierendeEinleitung in das System Herbert Spencers als einen zuverlässigen Führer durchdasselbe dar.

Dass die Epitome in weiteren Kreisen willkommen war, beweistihre bisherige Verbreitung in fünf englischen, einer amerikanischen,einer russischen und zwei französischen Ausgaben bez. Uebersetzungen.Ihnen reiht sich nun die von Prof. J. Victor Carus besorgte deutscheAusgabe an.

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Die Erlösung vom Dasein.

Gross 8°. 19 Bogen. Brosch. Mark 4., geb. Mark 5.50.

Jedenfalls ein höchst merkwürdiges Buch, das so leicht seines gleichen nicht habenwird. Ein Basler Bandfabrikant, Sohn eines angesehenen Patriziergeschlechtes, schriebes und zwar als Abrechnung mit der positiv-christlichen Weltanschauung. Von Hausaus Laie, hat er nicht geruht, bis er seine Kenntnisse zur selbstständigen Teilnahme ander philosophischen Gedankenarbeit erweitert und bereichert hat. Ein sicheres Denk-vermögen und die Gabe lebhafter Anempfindung erheben diese Aufzeichnungen einesDilettanten weit über den Bereich unsicherer Tastversuche zu einem Werke vonallgemeiner, bleibender Bedeutung; stellte er doch eine zwingende Auseinandersetzungüber das Erlösungsproblem dar, zudem im anziehenden Gewände einer edlen Sprache 1Kein Feinschmecker philosophischer Literatur sollte an diesem eigentümlichen Bucheachtlos vorübergehen: denn gerade die seltsam laienhafte Herkunft, die aber eben durchdie nachträglich erworbene souveräne Sachkenntnis vollständig überwunden ist, verleihendiesem Lebensbekenntnis eine fesselnde Ursprünglichkeit. Wer einmal an einem inter-essanten Beispiele studieren will, wie die Wiederspiegelung der originalen Gedanken-produktion in zunächst nur rezeptiven Naturen zu einer eigenen selbständigen Schöpfunggedeihen kann, greife nach diesem Bande.