Druckschrift 
14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
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Verlag von C. G. NAUMANN in Leipzig.

Dr. Max Zerbst.

Die Philosophie der Freude.

Preis brosch. Mark 4., geb. Mark 5..

Dieses Buch tritt mit Klarbeit und unerbittlicher Logik für die einzigezukunftverbürgende Lebensmacht ein, die es in der WeltMensch gibt,die unbedingtJa sagt und allein imstande ist, uns aus den Abgründendes Pessimismus und aller moralischen Verlogenheit zu retten.

Der ganze Leid-Grund der kulturkranken Menschheit wird dabei bloss-gelegt und ein neuer Gedanke kommt darin zum Ausdruck: die Lehre vonder schöpferischen Kraft der Freude, von der unvergleichlichen Lebens-Funktion der Lust, deren Bedeutung in ihrem Doppelwerte als zugleichnatürlichstes Mittel und höchster Zweck alles Menschen-Lebens und Menschen-Strebens nachgewiesen wird. Das Werk ist für jeden Gebildeten ohneweiteres verständlich.

Poul Bjerre.

Der geniale Wahnsinn.

Aus dem Schwedischen übersetzt.

Preis broschiert Mark 2.25, gebunden Mark 3..

Den Autor hat das Schicksal Nietzsches gefesselt. Er schliesst sichnicht der Auffassung von Möbius an, der über des Philosophen Krankheitschreibt, ohne dessen Persönlichkeit zu verstehen. Selbst Arzt, verneintBjerre keine ärztlichen Tatsachen, wendet sich aber gegen die übliche Ver-wertung derselben.

Nach seiner Meinung ist es falsch ein Werk herabzusetzen, weil esaus krankhaftem Seelenzustand heraus geboren wurde. Die Krankheit istein Gesichtspunkt des Arztes, doch das Leben rechnet mit anderen Wertenals der Arzt. Es wird zu zeigen versucht, wie die Krankheit keinenSchatten über die Werke N.s wirft wie die Kenntnis von ihr nur seineTragödie tiefer und schöner macht. Dass Werke, die in einem Zustandeinnerer Auflösung geschaffen sind, von Bedeutung für die Menschheits-entwicklung sein können, will das Buch verständlich machen.

Dr. Franz Nie. Finck.

Weltfremd Weltfreund.

Klein 8 Broschiert Mark 2..

Als Ganzes trägt das Werk einen epischen Charakter, während im Einzelnen meistdie lyrische Form vorherrscht; der gewandte und elegante Versbau erscheint durchausals das Werk eines phantasievollen Dichters, der tiefsinnige Inhalt dagegen lässt auchden gedankenreichen Philosophen leicht erkennen. Hamburger Fremdenblatt.