Vierter Grundsatz. Die Mathematik enthält Be-schreibungen (Definitionen) und Folgerungen aus Defini-tionen. Ihre Gegenstände existiren nicht. Die Wahr-heit ihrer Folgerungen beruht auf der Richtigkeit deslogischen Denkens. — Wenn die Mathematik an gewendetwird, so geschieht dasselbe, wie bei den „Mittel- undZweck “-Erklärungen: es wird das Wirkliche erst zurecht-gemacht und vereinfacht (gefälscht-).
Fünfter Grundsatz. Das am meisten von unsGeglaubte, alles Apriori, ist darum nicht gewisser, dasses so stark geglaubt wird. Sondern es ergiebt sichvielleicht als eine Existenz-Bedingung unsrer Gattung— irgend eine Grundannahme. Deshalb könnten andereWesen andere Grundannahmen machen, z. B. vier Dimen-sionen. Deshalb könnten immer noch all diese An-nahmen falsch sein — oder vielmehr: inwiefern könnteirgend Etwas „an sich wahr“ sein? Dies ist der Grund-U nsinn!
Sechster Grundsatz. Es gehört zur erlangtenMännlichkeit, dass wir uns nicht über unsre menschlicheStellung betrügen: wir wollen vielmehr unser Maassstreng durchführen und das grösste Maass von Machtüber die Dinge anstreben. Einsehen, dass die Gefahrungeheuer ist: dass der Zufall bisher geherrscht hat.
Siebenter Grundsatz. Die Aufgabe der Erd-regierung kommt. Und damit die Frage: wie wir dieZukunft der Menschheit wollen! — Neue Werthtafelnnöthig. Und Kampf gegen die Vertreter der alten„ewigen“ Werthe als höchste Angelegenheit!
Achter Grundsatz. Aber woher nehmen wirunsern Imperativ? — Es ist kein „du sollst“, sondern das„ich muss“ des Übermächtigen, Schaffenden.