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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
Seite
166
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nöthig, fremde, schwere, einhüllende Dünste, alle ArtExotismus und Symbolismus des Ideals, nur um seineRealität einmal loszusein, — er hat Wagner’sche Musiknöthig . .. Eine gewisse Katholicität des Ideals vor Allemist bei einem Künstler beinahe der Beweis von Selbstver-achtung, von „Sumpf“: der Fall Baudelaire’s in Frank-reich, der Fall Edgar Allan Poe’s in Amerika, der FallWagner’s in Deutschland. — Habe ich noch zu sagen,dass Wagner seiner Sinnlichkeit auch seinen Erfolgverdankt? dass seine Musik die untersten Instincte zusich, zu Wagner überredet? dass jener heilige Begriffs-Dunst von Ideal, von Drei-Achtel-Katholicismus eineKunst der Verführung mehr ist? (— er erlaubt, unwissend,unschuldig, christlich „den Zauber“ auf sich wirken zulassen . . .). Wer wagte das Wort, das eigentlicheWort für die ardeurs der Tristan-Musik? Ich ziehe Hand-schuhe an, wenn ich die Partitur des Tristan lese . . .Die immer mehr um sich greifende Wagnerei ist eineleichtere Sinnlichkeits-Epidemie, die „es nicht weiss“;gegen Wagner’sche Musik halte ich jede Vorsicht fürgeboten. —

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Das hysterisch-heroische Weib, das Richard Wagnererfunden und in Musik gesetzt hat, ist ein Zwittergebildezweideutigsten Geschmacks. Dass dieser Typus selbst inDeutschland nicht gänzlich degoutirt hat, hat darin seinenGrund (wenn auch durchaus noch nicht sein Recht), dassbereits ein unvergleichlich grösserer Dichter als Wagner,der edle Heinrich von Kleist, ihm daselbst die Fürsprachedes Genie’s gegeben hatte. Ich bin fern davon, Wagnerselbst hier abhängig von Kleist zu denken: Elsa, Senta,