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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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Gesetzt, es fallen die Gründe weg, um jene meta-physischen Hypothesen machen zu müssen, gesetzt,man will nicht mehr regieren, erziehen, nicht seinenTypus als höchsten und ersten aufrecht erhalten,gesetzt, man denkt als Tschandala über die Dinge: sofindet man vielleicht die ganze Kette von Erfahrungenund Schlüssen wieder zusammen, die jenen Alten zurVoraussetzung diente, ihre Hypothesen zu machen: ichwill sagen, man findet dieWahrheit, aber genau inder Auflösung aller Autorität, alles Respects, allerTradition, aller moralischen Vorurtheile; wir ver-brauchen unsern Rest ererbter Moral bei dieser Arbeit...

Das, was jetzt Wissenschaft ist, ist ein genauer Grad-messer für den Niedergang des moralischen und reli-giösen Glaubens: wir sind aufgelöst, wenn wir amEnde unsrerWeisheit sind, wir haben alle positivenKräfte verbraucht, zur Erkenntniss . . . Das Wissenan sich ist ja ohnmächtig: und was denEgoismusbetrifft, so sind wir in einer decadence- Zeit durchaus nichtsicher, unsern Vortheil zu wollen: die Antriebe sindviel zu mächtig, als dass der Nutzen der leitende Gesichts-punkt bliebe; derAltruismus, das Mitleben undZusammenfühlen von aller Art Gefühl und Zuständen, istin diesem Falle eine grosse Krankheit mehr: er ist dasTschandala-Gewissen, eine Schwäche, die mit Lustverknüpft ist . . .

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Plato ist ganz im Geiste Manus: man hat ihn inÄgypten vorgemacht.