Natur bringen, deren Kern Wille zur Macht ist. Schonder Zarathustra ist Umwerthung, in dichterischer Antici-pation. Und Alles, was Nietzsche nach ihm geschrieben,gilt immer nur diesem unermesslichen Problem, seinerDetaillirung, Vertiefung, Ausgestaltung. Die ersten Ver-suche, den Gedankenstoff in Disposition zu bringen, datirennach brieflichen Äusserungen bereits aus dem Jahr 1884.Der Buchtitel „Der Wille zur Macht“, allerdings mitanderem Untertitel als später, erscheint als solcher zuerstin einem Notizbuch aus dem Herbst 1885 (siehe S. 418dieses Bandes), nachdem er als psychologischer Terminusschon im Zarathustra (S. 165 —168) vorgekommen war.Das Grundlineament der vier Bücher, das in der Haupt-sache bis zum August 1888 bestehen bleibt, skizzirtNietzsche im Sommer 1886 und nennt das Werk vonnun an „Der Wille zur Macht. Versuch einer Umwerthungaller Werthe“. Im April 1888 lässt Nietzsche alle seineUmwerthungs- Niederschriften Revue passiren und er-richtet über die bis zum Frühjahr 1887 zurückreichendenein Nummern-Register, das zugleich Auskunft über ihreEinreihung in die Bücher I—IV giebt. Dieses Registerhatte den Herausgebern des XV. Bandes mit Recht alsoberste Richtschnur für die Stoff-Gruppirung gedient,mit Unrecht aber auch für die Bestimmung der rück-wärtsliegenden Zeitgrenze des Materials, sodass die Nieder-schriften vor dem Frühjahr 1887 fast gänzlich unberück-sichtigt blieben. Dass aber auch diese Niederschriftenzum Theil mit herangezogen werden sollten, erhellt bei-spielsweise aus einem kürzeren Umwerthungs-Register,das Nietzsche im Sommer 1886 oder Frühjahr 1887 an-gefertigt hat und das sich bis auf Niederschriften aus demSommer 1885 erstreckt. Ausserdem giebt es ein Con-volut (im Archiv mit W XIII bezeichnet), das Nietzsche
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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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VIII
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