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822.
Wie viel viehische Gemeinheit im Engländer, dasser jetzt noch nöthig hat, mit aller Gewalt das utile zupredigen! Es ist sein höchster Gesichtspunkt: sein dulceist gar zu gering. (— Auch die Heils-Armee!)
Ich beobachte, dass unter Denen, welche jetzt in derWelt herumreisen, Niemand gern sich als Franzose an-gesehen sieht, wenn er es nicht ist. Als Engländer ge-schätzt zu werden, scheint einigen Nordländern, z. B. denSchweden, Vergnügen zu machen: der Engländer iststolz. Der Deutsche geniesst jetzt im Auslande einenZuschuss von Erstaunen und Achtung, gegen frühereZeiten gerechnet, aber er macht keine Freude; der Preusseinsonderheit ist den Südländern Europa’s immer nochpeinlich, nicht wegen seines Stolzes — denn er ist nichtstolz, — sondern wegen seiner Unbescheidenheit undschlechten, harten, oft zudringlichen Manieren. Der Süd-deutsche ist plump, bäurisch, gutmüthig und doch nichtvertraueneinflössend: man wittert bei ihm die berühmten„zwei Seelen in einer Brust“.
824.
Wie die Franzosen die Höflichkeit und den espritder französischen Gesellschaft wiederspiegeln, so dieDeutschen Etwas vom tiefen träumerischen Ernst ihrerMystiker und Musiker und ebenso von ihrer Kinderei.Im Italiener ist viel republikanische Vornehmheit undKunst, sich gut und stolz zu geben, ohne Eitelkeit.