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Wirkung des Unorganischen auf einander ist zu studiren(sie ist immer eine Wirkung in die Ferne, also ein„Erkennen“ ist noth wendig allem Wirken vorher: dasFerne muss percipirt werden. Der Tast- und Muskelsinnmuss sein Analogon haben).
555 -
Es giebt durch viele Generationen von Arten hin-durch eine Nothwendigkeit, die schon im ersten Keimeliegt: gesetzt, dass die Bedingungen der Ernährungsich günstig hinzufinden, ist das organische Geschöpffür alle seine Zukunft bedingt: der Zeitpunkt des Ein-tretens der einzelnen neuen Formen (z. B. Nerven) hängtvon den Zufällen der Ernährung ab.
NB. Steigerung des Lebens nach der Dauerder Gestirne.
556 .
Man könnte sagen, die Complicirtheit der Wege(z. B. einer Pflanze, um zur Befruchtung zu kommen)sei ein Argument gegen die Absichtlichkeit: denn hierwerde ein raffinirter Geist gedacht, der zu grosse Um-wege wähle, in Hinsicht auf den Weg klug, auf die Wahlgerade dieses Weges dumm — also eine widerspruchs-volle Art Geist. Aber gegen diese Auffassung würdeich auf unsre menschliche Erfahrung verweisen: wirmüssen dies Zufällige und Störende ausnützen und mitin jeden unsrer Entwürfe aufnehmen, sodass Alles, waswir durchführen, den ganz gleichen Charakter trägt, einesGeistes, der seinen Plan trotz vieler Hemmnisse durch-führt, also mit vielen krummen Linien. Denken wir unsden Fall in’s Ungeheure übersetzt: so wäre die schein-