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Die moralische Complicirtheit der Seele durchChristenthum und Ritterlichkeit gehört mit zum CharakterLudwigs XIV. und seiner Zeit: die Griechen (Homer) er-scheinen zu schlicht und einfältig, auch ihren Seelen nach.
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Kant sagt („Grundlegung zur Metaph. d. Sitten“, ed.Rosenkr. ft. 19), der moralische Werth einer Handlungliege durchaus nicht in der Absicht, in der sie geschah,sondern in der Maxime, die man befolgte. — „Wo-gegen ich (Schopenhauer, Grundlage der Moral ft. 134)zu bedenken gebe, dass die Absicht allein übermoralischen Werth oder Unwerth einer That entscheidet;weshalb dieselbe That, je nach ihrer Absicht, verwerflichoder lobenswerth sein kann“ u. s. w. — Ego: aber waser mit der That wollte, ob dies lobens- oder tadelns-werth ist, hängt doch von der Maxime ab, die derLobende oder Tadelnde hat, und folglich von der Be-urtheilung der Maxime, nach welcher der Handelndegehandelt hat: ist es nämlich nicht die gleiche, soempört sich der gewöhnliche Mensch gegen den Han-delnden; er setzt eben voraus, dass er gleich die Hand-lungen schätzt. Kant hat Recht, dass, weil es ver-schiedene Maximen giebt, und von verschiedenemmoralischen Werthe, der Werth einer Handlung zuletztimmer zur Frage nach dem Werthe der ihrzu Grunde liegenden Maxime zurückführt. —Schopenhauer ist ebenso sicher, zu wissen was gutund böse ist, wie Kant, — das ist der Humor derSache.
Das Befehlen und das Gehorchen ist die Grund-thatsache: das setzt eine Rang-Ordnung voraus.