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einem nahen Sterne könnte schon so viel Glück undLustbarkeit sein, dass damit „der Menschheit ganzerJammer“ zehn Mal aufgewogen würde: was wissen wirdenn! Und andrerseits wollen wir doch ja darin dieErben des christlichen Tiefsinns und Feinsinns sein,dass wir nicht an sich das Leiden verurtheilen:wer es nicht mehr moralisch, zum „Heil der Seele“zu nützen weiss, der sollte es mindestens ästhetischgelten lassen — sei es als Künstler oder als Betrachterder Dinge. Die Welt, das Leiden weggedacht, ist un-ästhetisch in jedem Sinne: und vielleicht ist Lust nureine Form und rhythmische Art desselben! Ich wolltesagen: vielleicht ist Leiden Etwas vom Wesentlichenalles Daseins.
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Nicht der Pessimismus (eine Form des Hedonis-mus) ist die grosse Gefahr, nicht die Abrechnung überLust und Unlust, und ob vielleicht das menschlicheLeben einen Überschuss von Unlustgefühlen mit sichbringt. Sondern die Sinnlosigkeit alles Geschehens!Die moralische Auslegung ist zugleich mit der religiösenAuslegung hinfällig geworden: das wissen sie freilichnicht, die Oberflächlichen! Instinctiv halten sie, je un-frommer sie sind, mit den Zähnen an den moralischenWerthschätzungen fest. Schopenhauer als Atheist hateinen Fluch gegen Den ausgesprochen, der die Welt dermoralischen Bedeutsamkeit entkleidet. In England be-müht man sich Moral und Physik zu verbrüdern, Herrvon Hartmann Moral und die Unvernünftigkeit des Da-seins. Aber die eigentliche grosse Angst ist: die Welt