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eigener Hand, sowie die gleichfalls handschriftlichen Vorstufen, desselben inanderweitigen Aufzeichnungen Nietzsche’s.
Viertes Stück.
Richard Wagner in Bayreuth.
Eine wie grosse Rolle auch das Problem Wagner und der BayreutherHorizont um jene Zeit in Friedrich Nietzsche’s Gedankenkreise schonspielte, wie viele und vielerlei „Unzeitgemässe Betrachtungen“ er auch,nach damaligen Aufzeichnungen, auszuführen beabsichtigte, das obige Themafindet sich unter seinen Plänen (aus dem Herbst 1873) als eine „unzeitgenrässeBetrachtung“ doch nirgends. Noch merkwürdiger womöglich ist, dass dieseSchrift nur langsam, unter mancherlei Unterbrechungen erst entstand. Soschrieb er von Februar bis Mitte Mai 1875 in Basel zuerst daran, um siealsbald wieder fortzulegen; nahm sie dann im August wieder auf, um sieschon Anfang Oktober (bis wohin sie bereits in den neunten Abschnitthinein reichte) als „unpublicirbar“ abermals bei Seite zu schieben. Es be-durfte des äusseren Anlasses für ihn, um die Gedanken zur vollen Reifezu bringen: erst die herannahenden Festspiel-Ereignisse des Jahres 1876entfachten den glimmenden Funken zur Begeisterungs-Flamme in ihm und be-wogen den Verfasser endlich im Mai, an die Herausgabe des bis dahinfertigen Textes (Abschnitt I—8) als „Festpredigt“ im Rahmen seiner „Un-zeitgemässen“ zu gehen. Gegen Ende Mai begann denn nun rasch derDruck bei C. G. Naumann in Leipzig, für den Verlag von Ernst Schmeitznerin Chemnitz; aber noch irnter dem Drucke selber entschloss sich Nietzschezur Hinzufügung weiterer Abschnitte (9—11), die er um Mitte Junizu Badenweiler frisch ausarbeitete. „Eine gute Stimmung gab mir denMuth ein, den ursprünglichen Plan zu Ende durchzuführen.“ Das Ganzeerschien so noch pünktlich für die Bayreuther Aufführungen zu AnfangJuli unter obengenannter Verlagsfirma, und zwar gleich in erhöhter Auf-lage. Juli 1886, bei dem schon mehrfach erwähnten Rückkauf des Nietzsche-Verlages von Schmeitzner durch Fritzsch in Leipzig, liess dieser aus dennoch zahlreich vorhandenen Lagerbeständen der Schrift eine „zweite Auf-lage“ (ohne Jahreszahl) herstellen. Indes auch die später von Peter Gast(H. Köselitz) in die Hand genommene, bei C. G. Naumann gedruckte undausgegebene Auflage vom Oktober 1892: in den „Unzeitgemässen Be-trachtungen, II. Band“ — Leipzig 1893, war als zweite (und wohl mitungleich mehr Berechtigung) bezeichnet worden. (Die im Vorwort dazuenthaltenen Angaben des Herausgebers über die Entstehung der Wagner-Abhandlung berichtigen sich übrigens nach obigen Feststellungen.)
Zur dritten Auflage (Leipzig 1895, bei C. G. Naumann — Heraus-geber: Dr. Fritz Koegel) waren „ausser dem von Herrn Peter Gast an-