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jedem Einzelnen von uns nur Eine Aufgabe zu stellenweiss: die Erzeugung des Philosophen, desKünstlers und des Heiligen in uns und ausseruns zu fördern und dadurch an der Vollendungder Natur zu arbeiten. Denn wie die Natur desPhilosophen bedarf, so bedarf sie des Künstlers, zu einemmetaphysischen Zwecke, nämlich zu ihrer eignen Auf-klärung über sich selbst, damit ihr endlich einmal alsreines und fertiges Gebilde entgegengestellt werde, wassie in der Unruhe ihres Werdens nie deutlich zu sehenbekommt — also zu ihrer Selbsterkenntniss. Goethe wares, der mit einem übermüthig tiefsinnigen Worte esmerken liess, wie der Natur alle ihre Versuche nur so-viel gelten, damit endlich der Künstler ihr Stammelnerräth, ihr auf halbem Wege entgegenkommt und aus-spricht, was sie mit ihren Versuchen eigentlich will. „Ichhabe es oft gesagt“, ruft er einmal aus, „und werde esnoch oft wiederholen, die causa finalis der Welt- undMenschenhändel ist die dramatische Dichtkunst. Denndas Zeug ist sonst absolut zu nichts zu brauchen.“ Undso bedarf die Natur zuletzt des Heiligen, an dem dasIch ganz zusammengeschmolzen ist, und dessen leidendesLeben nicht, oder fast nicht mehr, individuell empfundenwird, sondern als tiefstes Gleich-, Mit- und Eins-Gefühlin allem Lebendigen: des Heiligen, an dem jenes Wun-der der Verwandlung eintritt, auf welches das Spiel desWerdens nie verfällt, jene endliche und höchste Mensch-werdung, nach welcher alle Natur hindrängt und -treibt,zu ihrer Erlösung von sich selbst. Es ist kein Zweifel,wir alle sind mit ihm verwandt und verbunden, wie wirmit dem Philosophen und dem Künstler verwandt sind;es giebt Augenblicke und gleichsam Funken des hellstenliebevollsten Feuers, in deren Lichte wir nicht mehr das