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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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falten genöthigt sind. Wo sich die dionysischen Mächteso ungestüm erheben, wie wir dies erleben, da mussauch bereits Apollo, in eine Wolke gehüllt, zu uns her-niedergestiegen sein; dessen üppigste Schönheitswirkungenwohl eine nächste Generation schauen wird.

Dass diese Wirkung aber nöthig sei, dies würdeJeder am sichersten, durch Intuition, nachempfinden, wenner einmal, sei es auch im Traume, in eine althellenischeExistenz sich zurückversetzt fühlte: im Wandeln unterhohen ionischen Säulengängen, aufwärtsblickend zu einemHorizont, der durch reine und edle Linien abgeschnittenist, neben sich Wiederspiegelungen seiner verklärtenGestalt in leuchtendem Marmor, rings um sich feierlichschreitende oder zart bewegte Menschen, mit harmonischtönenden Lauten und rhythmischer Gebärdensprachewürde er nicht, bei diesem fortwährenden Einströmender Schönheit, zu Apollo die Hand erhebend ausrufenmüssen:Seliges Volk der Hellenen! Wie gross mussunter euch Dionysus sein, wenn der delische Gott solcheZauber für nöthig hält, um euren dithyrambischen Wahn-sinn zu heilen! Einem so Gestimmten dürfte aber eingreiser Athener, mit dem erhabenen Auge des Aschyluszu ihm aufblickend, entgegnen:Sage aber auch dies,du wunderlicher Fremdling: wie viel musste dies Volkleiden, um so schön werden zu können! Jetzt aber folgemir zur Tragödie und opfere mit mir im Tempel beiderGottheiten!

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