Druckschrift 
11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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Verlag von C. G. NAUMANN in Leipzig.

Elisabeth Förster-Nietzsche.

D as Leben Friedrich Nietzsches.

Erster Band.

VIII u. 369 Seiten mit 2 Lichtdruckporträts, Abbildung des Geburtshauses,Schrift- und Notenfacsimiles und einer Notenbeilage.

Gross 8°. Broschirt 9 Mark, gebunden 11 Mark.

Zweiter Band erste Abtheilung.

XII und 342 Seiten mit einem Lichtdruckporträt und einem Brieffacsimile.

Gross 8. Broschirt 8 Mark, gebunden 10 Mark.

Die II. iVbtlaeilung; cies II. Bandes ist in Vorbereitung:.

Aus den Besprechungen.

Das Buch der Schwester Nietzsches besitzt einen vielleicht nicht ganzunwesentlichen Vorzug: es bringt Thatsacken. Und einen zweiten: es bringtnur Thatsacken. Die Dokumente allein reden. Kein überflüssiges Raison-nement. Es ist von jenem echt vornehmen Grundgefühl durchdrungen, dassich verbietet, dem Leser fixe und fertige Urtheile zu präsentiren. Es setztLeser voraus, nicht oberflächliche penny-a-liners. Hiermit soll beileibe nichtgesagt sein, dass es des ordnenden Geistes entbehre. Man mache, um sichvom Gegentheil zu überzeugen, einmal den Versuch, sich selbst die Auf-gabe dieser Biographie übertragen zu denken: dann wird man erst diefeine, vorsichtige, sorgfältige, liebenswürdige Arbeit bewundern.

Die Zukunft.

Es wird wenige biographische Werke geben, die so reich an unanfecht-barem Material zur Geschichte der geistigen Entwicklung eines genialenMenschen sind. Berliner Neueste Nachrichten.

Wir besitzen an dem schönen Buche nicht nur ein herrliches Denk-mal treuer Schwesterliebe, sondern auch ein wahres Schatzhaus kritischenMaterials, um damit vielerlei in Nietzsches Entwicklung zu begreifen, wassonst stets ein Räthsel geblieben wäre. Deutsches Dichterheim.

Ein besonderes Interesse, auch für weitere, um philosophische Problemewenig bekümmerte Kreise, erhält der zweite Band dadurch, dass in ihm dieBeziehungen Nietzsches zu Richard Wagner dargestellt sind, und dass wirhier die Entstehung und den Fortgang des Bayreuther Unternehmens, dasseiner Zeit als eine Culturtkat sondergleichen in Scene gesetzt wurde, ziemlichgenau verfolgen können. Charakteristische Briefe desMeisters und seinerFrau, anmuthige Bilder aus ihrem häuslichen Leben, allerlei Menschlichesvon der Wagnergemeinde, dies zusammen bildet ein Stück Culturgeschichte,das sich unterhaltend und spannend wie ein Roman liest. Nur würdendiejenigen sich in ihren Erwartungen getäuscht fühlen, die hier pikantenKlatsch suchten; das Ganze ist in durchaus vornehmem Tone gehalten.

Literarisches Centralblatt.