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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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520.

Was die Werthschätzungen ursprünglicher Völkerausmacht, lässt sich durch keine Phantasie errathen,man muss es erfahren. Bestimmte Gebräuche und derdamit verbundene Gedankenkreis sind nicht zu constru-iren; wenn man von dennatürlichen Bedürfnissen undBegehrungen der Menschen redet, so denkt man sich dieSache zu einfach: die intellectueilen Bedürfnisse zumBeispiel sind höchst absonderlich befriedigt worden.

521.

Es ist die Art der Juden, ihre Chancen im Verhältnisszu Personen auszunützen, indem sie dicht an die Grenzederselben treten und es merken lassen, dass sie sich ander Grenze wissen. Dies macht sie zudringlich. Wiralle wollen ja unnahbar sein und unbegrenzt erscheinen;die Juden wirken diesem phantastischen Unfassbar-sein-wollen bei einzelnen und bei Nationen entgegen undwerden dafür sehr gehasst.

522.

Die Griechen in alter Zeit hielten Milch und Honigfür die Kost der Götter das waren keine Weintrinker-zeiten. Den Germanengöttern war Meth der Trank, derUnsterblichkeit gab: da haben wir die Trinker. Somader Eranier ein berauschendes Getränk, das nur imOpfer vorkommt. Also: man bringt in Gedanken dieberauschenden Getränke und die Empfindungen derUnsterblichkeit und Leidlosigkeit in Verbindung. Durchden Genuss des Soma hören für den Sterblichen am