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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
131
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aus welchem das neue Kind gezeugt und geboren wird.Man empfindet namentlich in der Zeugung die Er-niedrigung des Geliebtesten aus Liebe.

''416.

Die Eltern sind nicht, wie der metaphysische Philosophwill, die Gelegenheitsursache der Kinder vielmehr sinddie Kinder die Gelegenheitswirkungen der Eltern; diesewollen im Grunde Lust und gelegentlich kommen siedabei zu Kindern.

417.

Väter, welche ihr eigenes Ungenügen recht herzlichfühlen und sich nach der Höhe des Intellects und desHerzens fortwährend hinauf sehnen, haben ein Recht,Kinder zu zeugen. Einmal geben sie diesen Hang, dieseSehnsucht mit, sodann ertheilen sie schon dem Kindemanchen grossen Wink über das Wahrhaft-Erstrebens-werthe, und für solche Winke pflegt der Erwachseneseinen Eltern einzig wirklich dankbar zu sein.

418.

Der Zweck der Kindererzeugung ist, freier e Menschen,als wir sind, in die Welt zu setzen. Kein Nachdenkenist so wichtig, wie das über die Erblichkeit der Eigen-schaften.

419.

Der Ungehorsam und die Unabhängigkeit, nament-lich innerliche, der Söhne gegen die Väter geht gewöhn-lich gerade soweit als möglich, das heisst als es der Vaterirgendwie noch erträgt; woraus sich ergiebt, dass es vielunangenehmer ist Vater zu sein als Sohn.