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Thätigen da, sondern für jene, welche einen Überschussvon Müsse haben und also ihren höchsten Ernst aus-nahmsweise dem Künstler' schenken können: für dieExistenz dieser Classe der müssigen Olympier habenjene Thätigen (seien sie Arbeiter oder Banquiers oderBeamte) mit ihrer Überarbeit zu sorgen. Ist die Existenzdieser Classe ein Übel, so ist auch die Kunst ein Übel.
202.
Wenn ein griechischer Künstler sich seine Zuhöreroder Zuschauer vor die Seele stellte, so dachte er nicht andie Frauen (weder an die Mädchen, wie deutsche Roman-schriftsteller, noch an die jungen Frauen, wie alle franzö-sischen Romanschriftsteller, noch an die alten, wie die eng-lischen Romanschriftsteller), auch dachte er nicht an das„Volk“, an die grosse Masse, welche arbeitend undschwitzend die Strassen und Werkstätten seiner Vaterstadtfüllte: ich meine die Sclaven; er vergass ganz die Bauernringsumher, sowie die Fremden und zeitweilig Angesiedel-ten seines Heimwesens: sondern allein jene Hundert oderTausend von regierenden Männern standen vor ihm, dieeigentliche Bürgerschaft seines Ortes, also eine sehr kleineMinderheit der Einwohnerschaft, ausgezeichnet durch einegleiche Erziehung und ähnliche Ansprüche in allen Dingen.Der Blick aut eine so teste und gleichartige Grösse gaballen seinen Schriften eine sichere Culturperspective:etwas, das heutzutage zum Beispiel allen fehlt, die anden Zeitungen arbeiten.
203.
Wie kommt es, dass der Verliebte die Wirkung derTragödie und jeder Kunst stärker empfindet, während