V.
Religion.
'152.
Religiöse Betrachtung der Welt ohne Schärfe undTiefe des Intellectes macht die Religion zur ekelhaftestenSache der Welt.
' 153 -
Wenn früher die Pocken die Kraft und Gesundheiteiner körperlichen Constitution auf die Probe stellten undden Menschen, welche sie nicht bestanden, tödtlich wur-den: so kann man vielleicht jetzt die religiöse Infectionals eine solche Probe für die Kraft und Gesundheit dergeistigen Constitution betrachten. Entweder überwindetman sie, oder man geht geistig daran zu Grunde.
' 154 -
Den Glauben an Gott, Freiheit und Unsterblichkeitsoll man wie die ersten Zähne verlieren; dann wächst einemerst das rechte Gebiss.
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Religiöse Meinungen gewöhnt man uns in den erstenfünfzehn Jahren unseres Lebens an und in den nächstenfünfzehn Jahren wieder ab, im zehnten Lebensjahr istjetzt gewöhnlich ein Mensch am religiösesten. — Wenn