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Homer’s"W ett-kampf.
Thema halten wollen. Es schien nicht ohne Interesse,diese Gedanken als documentum drucken zu lassen;wie Nietzsche über die neueste Auffassung des Griechen-thums und dessen Werthung für die Jugendbildung ge-dacht haben würde, ist mit Händen zu greifen. Es werdenbald Partien aus den schönen Vorlesungen veröffentlichtwerden, die er im Sommer 1871 über Encyklopädie derclassischen Philologie hielt. — Die Homerrede stammtaus dem gleichen Kreise von Studien, wie die Arbeitenüber das sogen, certamen Homeri et Hesiodi, Studien,welche sich von 1867—1872 hin ziehen. Im Febr. 1868(B. I, 94) plant er eine Dissertation de Homer0 Hesiodoqueciequalibus. Was von diesen Studien an’s Licht kam —die Ausgabe des certamen in den Acta der Ritschl’schensocietas, sowie einige Abhandlungen im RheinischenMuseum — giebt keine Vorstellung davon, wie umfassenddiese Entwürfe geplant waren. Es sind eine ganze Reihevon Heften und Notizen dazu da. Einmal soll es ein Bandvon über 600 Seiten werden: als Kern die Ausgabe desciycov, verziert und verbrämt mit einer Reihe weitgehenderlitterarhistorischer Untersuchungen. Im Frühjahr 1870noch will er einen Vortrag für die Philologen Versammlungdaraus machen, aber die Tragödie fesselt ihn bereits.
Der letzte Ausläufer dieser Studien ist „Homer’sWettkampf“, dessen fertige Niederschrift aus dem Endedes Jahres 1872 stammt (vorläufige Niederschrift aus demJuli). Bei dem hohen Werth, den Nietzsche diesen Ideenbeimaass, schien es geboten, auch die fragmentarischenEntwürfe — ganz embryonaler Natur, oft nur Stichworte— sämmtlich abzudrucken, und zwar fast ganz in derReihenfolge, in der sie Nietzsche niederschrieb. Dieebenfalls abgedruckte Disposition ist nur eine vorläufige,wie der Plan einer ganzen Reihe von Vorträgen zeigt.