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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
Seite
312
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in dem jetzigen Falle ein wahres Attentat gegen diePhilosophie sind. Bemerken Sie diesen ehrwürdigenMann, er ist im Stande, Sie zu bitten, hier nicht zuschiessen. Und wenn ein solcher Mann bittetNun,so thut man es doch wohl, unterbrach ihn der Greisund sah uns streng an.

Im Grunde wussten wir nicht recht, was wir voneinem solchen Vorgänge zu halten hatten; wir warenuns nicht deutlich bewusst, was unsere etwas lärmendenVergnügungen mit der Philosophie gemein hätten, wirsahen ebenso wenig ein, weshalb wir, aus unverständ-lichen Rücksichten der Plöflichkeit, unsern Schiessplatzaufgeben sollten, und mögen in diesem Augenblicke rechtunschlüssig und verdrossen dagestanden haben. Der Be-gleiter sah unsre augenblickliche Betroffenheit und erklärteuns den Hergang.Wir sind genöthigt, sagte er,hierin Ihrer nächsten Nähe ein paar Stunden zu warten,wir haben eine Verabredung, nach der ein bedeutenderFreund dieses bedeutenden Mannes noch diesen Abendhier eintreffen will; und zwar haben wir einen ruhigenPlatz, mit einigen Bänken, hier am Gehölz, für diese Zu-sammenkunft gewählt. Es ist nichts Angenehmes, wenn wirhier durch Ihre benachbarten Schiessübungen fortwährendaufgeschreckt werden; es ist für Ihre eigne Empfindung,wie wir voraussetzen, unmöglich, hier weiter zu schiessen,wenn Sie hören, dass es einer unsrer ersten Philosophenist, der diese ruhige und abgelegene Einsamkeit für einWiedersehen mit seinem Freunde ausgesucht hat.

Diese Auseinandersetzung beunruhigte uns noch mehr:wir sahen jetzt eine noch grössere Gefahr, als nur denVerlust unseres Schiessplatzes, auf uns zukommen undfragten hastig:Wo ist dieser Ruheplatz? Doch nichthier links im Gehölz?