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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
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hatte. Während des etwas wüsten und immer schnellerwerdenden Finale hatte ich bereits meinem Freunde einenWink gegeben, und unmittelbar nach dem geheulähnlichenSchlussaccord verschwanden wir beide durch die Thüre:hinter uns klappte gewissermassen ein brüllender Ab-grund zu.

Plötzlich erquickende, athemlose Naturstille. DieSchatten lagen schon etwas breiter, die Sonne glühteunbeweglich, aber schon niedergesenkt, und von dengrünlichen glitzernden Wellen des Rheines her wehteein leichter Hauch über unsere heissen Gesichter. UnsereErinnerungsweihe verpflichtete uns nur erst für die spä-teren Stunden des Tags, und daher hatten wir darangedacht, die letzten hellen Momente des Tags mit einerunserer einsamen Liebhabereien auszufüllen, an denen wirdamals so reich waren.

Wir pflegten damals mit Passion Pistolen zu schiessen,und einem jeden von uns ist diese Technik in einerspäteren militärischen Laufbahn von grossem Nutzengewesen. Der Diener unserer Verbindung kannte unserenetwas entfernt und hochgelegenen Schiessplatz und hatteuns dorthin unsere Pistolen vorangetragen. Dieser Platzbefand sich am oberen Saume des Waldes, der dieniedrigen Höhenzüge hinter Rolandseck bedeckt, aufeinem kleinen unebnen Plateau, und zwar ganz in derNähe unserer Stiftungs- und Weihestätte. Am bewaldetenAbhang, seitwärts von unserem Schiessplatz, gab es einekleine baumfreie, zum Niedersitzen einladende Stelle, dieeinen Durchblick über Bäume und Gestrüpp hinweg nachdem Rheine zu gestattete, so dass gerade die schön ge-wundenen Linien des Siebengebirgs und vor allem derDrachenfels den Horizont gegen die Baumgruppen ab-grenzten, während den Mittelpunkt dieses gerundeten