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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
Seite
286
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Die bewusstere aber schlechtere Kunst des Compo-nirens bei Hesiod (Erga) nachzuweisen.

2.

Der Künstler und der Nichtkünstler. Was ist Kunst-urtheil? Dies das allgemeine Problem.

Der Dichter nur möglich unter einem Publicumvon Dichtern. (Wirkung der Nibelungen Wagners.)Ein phantasiereiches Publicum. Dies ist gleichsam seinStoff, den er formt. Das Dichten selbst nur eineReizung und Leitung der Phantasie. Der eigentlicheGenuss das Produciren von Bildern, an der Hand desDichters. Also Dichter und Kritiker ein unsinnigerGegensatz sondern Bildhauer und Marmor, Dichterund Stoff.

Die Entscheidung im äyriv ist nur das Geständniss:der und der macht uns mehr zum Dichter: dem folgenwir, da schaffen wir die Bilder schneller. Also einkünstlerisches Urtheil, aus einer Erregung der künstle-rischen Fähigkeit gewonnen. Nicht aus Begriffen.

So lebt der Mythus fort, indem der Dichter seinenTraum überträgt. Alle Kunstgesetze beziehn sich aufdas Übertragen.

Ästhetik hat nur Sinn als Naturwissenschaft: wie dasApollinische und das Dionysische.

3 -

Der Rhapsode als als eigentliches

Genie kommt er nicht in Betracht, sondern dann ver-schmilzt er mit dem Urheros aller Poesie, Homer.