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schöne Mythen gedichtet wie ich, kein Dramatiker einso belebtes und fesselndes Ganze, wie das Symposion,kein Redner solche Rede verfasst, wie ich sie im Gorgiashinstelle — und nun verwerfe ich das alles zusammenund verurtheile alle nächbildende Kunst! Nur der Wett-kampf machte mich zum Dichter, zum Sophisten, zumRedner!“ Welches Problem erschliesst sich uns da,wenn wir nach dem Verhältniss des Wettkampfes zurConception des Kunstwerkes fragen! —
Nehmen wir dagegen den Wettkampf aus dem griechi-schen Leben hinweg, so sehen wir sofort in jenen vorhome-rischen Abgrund einer grauenhaften Wildheit des Hassesund der Vernichtungslust. Dies Phänomen zeigt sich leiderso häufig, wenn eine grosse Persönlichkeit durch eineungeheure glänzende That plötzlich dem Wettkampfe ent-rückt wurde und hors de concours, nach seinem und seinerMitbürger Urtheil, war. Die Wirkung ist, fast ohne Aus-nahme, eine entsetzliche; und wenn man gewöhnlich ausdiesen Wirkungen den Schluss zieht, dass der Grieche un-vermögend gewesen sei Ruhm und Glück zu ertragen:so sollte man genauer reden, dass er den Ruhm ohneweiteren Wettkampf, das Glück am Schlüsse des Wett-kampfes nicht zu tragen vermochte. Es giebt kein deut-licheres Beispiel als die letzten Schicksale des Miltiades.Durch den unvergleichlichen Erfolg bei Marathon aufeinen einsamen Gipfel gestellt und weit hinaus überjeden Mitkämpfenden gehoben: fühlt er in sich ein nie-driges rachsüchtiges Gelüst erwachen, gegen einen pa-rischen Bürger, mit dem er vor Alters eine Feindschafthatte. Dies Gelüst zu befriedigen missbraucht er RufStaatsvermögen Bürgerehre und entehrt sich selbst.Im Gefühl des Misslingens verfällt er auf unwürdigeMachinationen. Er tritt mit der Demeterpriesterin Timo