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Dasein und Yerschuldetsein. Gerade diese Folgerungenaber sind nicht specifisch hellenisch: in ihnen berührt sichGriechenland mit Indien und überhaupt mit dem Orient.Der hellenische Genius hatte noch eine andere Antwortauf die Frage bereit „was will ein Leben des Kampfesund des Sieges?“ und giebt diese Antwort in der ganzenBreite der griechischen Geschichte.
Um sie zu verstehen, müssen wir davon ausgehen,dass der griechische Genius den einmal so furchtbar vor-handenen Trieb gelten Hess und als berechtigt erachtete:während in der orphischen Wendung der Gedanke lag,dass ein Leben, mit einem solchen Trieb als Wurzel, nichtlebenswerth sei. Der Kampf und die Lust des Siegeswurden anerkannt: und nichts scheidet die griechischeWelt so sehr von der unseren, als die hieraus abzu-leitende Färbung einzelner ethischer Begriffe, zum Bei-spiel der Eris und des Neides.
Als der Reisende Pausanias auf seiner Wanderschaftdurch Griechenland den Helikon besuchte, wurde ihmein uraltes Exemplar des ersten didaktischen Gedichtesder Griechen, der „Werke und Tage“ Hesiod’s gezeigt,auf Bleiplatten eingeschrieben und arg durch Zeit undWetter verwüstet. Doch erkannte er soviel, dass es, imGegensatz zu den gewöhnlichen Exemplaren, an seinerSpitze jenen kleinen Hymnus auf Zeus nicht besass,sondern sofort mit der Erklärung begann, „zwei Eris-göttinnen sind auf Erden“. Dies ist einer der merkwür-digsten hellenischen Gedanken und werth dem Kommen-den gleich am Eingangsthore der hellenischen Ethikeingeprägt zu werden. „Die eine Eris möchte man, wennman Verstand hat, ebenso loben als die andere tadeln;denn eine ganz getrennte Gemüthsart haben diese beidenGöttinnen. Denn die eine fördert den schlimmen Krieg