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etwas von der drängenden Werdelust jener Zeiten zuspüren. Inzwischen hatte sich bereits der fast gelehrteImitationskünstler entwickelt, an dem das künstlerischeUrphänomen nicht mehr rein zu betrachten war. Washätte Demokrit, der, mit der herrlichen aristotelischenBeobachtungslust und Nüchternheit, in einer günstigerenZeit lebte, über solche Phänomene der Poetik, Mantikund Mystik uns berichten können!
216.
Wenn Friedrich August Wolf die Nothwendigkeitder Sklaven im Interesse einer Cultur behauptet hat,so ist dies eine der kräftigen Erkenntnisse meines grossenVorgängers, zu deren Erfassung die andern zu weich-lich sind.
217.
Reform der Alterthumsstudien. Winckelmann.
Sprachstudium verstehe ich. Aber ein classischerPhilologe muss viel mehr sein als ein wissenschaftlicherMensch: er muss der typische Lehrer sein. Oder er mussviel weniger sein: ein schlichter Sammler, der es sichdann gefallen lassen muss, wenn ihm ein kühnerer Geistdas Gesammelte wegnimmt. Künstlerische Kritik —Blödsinn!
Was kann überhaupt gelehrt werden!
Wie kann man als Lehrer existiren! Die griechischenPhilosophen sind uns Muster. Zuruf an meine Freunde. —Wenn Philologie nicht Krämerei oder Heuchelei sein soll,so ist bei ihr ein Fortleben im alten Kreise nicht möglich.„Lessing“ auf die Dauer nicht möglich.