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vorruft, um einen Fingerzeig über seine ihm bisher un-bekannte Ungerechtigkeit zu bekommen. Aber dasWidersprechen-Können, das erlangte gute Gewissenbei der Feindseligkeit gegen das Gewohnte, Überlieferte,Geheiligte, — das ist mehr als jenes Beides und daseigentlich Grosse, Neue, Erstaunliche unserer Cultur,der Schritt aller Schritte des befreiten Geistes: werweiss das? —
298.
Seufzer. — Ich erhaschte diese Einsicht unter-wegs und nahm rasch die nächsten schlechten Worte,sie festzumachen, damit sie mir nicht wieder davon-fliege. Und nun ist sie mir an diesen dürren Wortengestorben und hängt und schlottert in ihnen — und ichweiss kaum mehr, wenn ich sie ansehe, wie ich einsolches Glück haben konnte, als ich diesen Vogel fieng.
299.
Was man den Künstlern ablernen soll. —-Welche Mittel haben wir, uns die Dinge schön, an-ziehend, begehrenswerth zu machen, wenn sie es nichtsind? — und ich meine, sie sind es an sich niemals!Flier haben wir von den Ärzten Etwas zu lernen, wennsie zum Beispiel das Bittere verdünnen oder Wein undZucker in den Mischkrug thun; aber noch mehr vonden Künstlern, welche eigentlich fortwährend daraufaus sind, solche Erfindungen und Kunststücke zumachen. Sich von den Dingen entfernen, bis manVieles von ihnen nicht mehr sieht und Vieles hinzu-sehn muss, um sie noch zu sehen — oder die Dingeum die Ecke und wie in einem Ausschnitte sehen —