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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
Seite
183
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rend Gesichter: was sie wollen, ist ein Gesicht ohneVergangenheit. Habt ihr aber schon Menschen ge-sehn, welche wissen, dass die Zukunft in ihrem Ge-sichte sich spiegelt, und welche so höflich gegen euch,ihr Liebhaber derZeit, sind, dass sie ein Gesicht ohneZukunft machen?

162.

Egoismus. Egoismus ist das perspectivischeGesetz der Empfindung, nach dem das Nächste grossund schwer erscheint: während nach der Ferne zu alleDinge an Grösse und Gewicht abnehmen.

163.

Nach einem grossen Siege. Das Beste aneinem grossen Siege ist, dass er dem Sieger die Furchtvor einer Niederlage nimmt.Warum nicht auch ein-mal unterliegen? sagt er sich: ich bin jetzt reichgenug dazu.

164.

Die Ruhesuchenden. Ich erkenne die Geister,welche Ruhe suchen, an den vielen dunklen Gegen-ständen, welche sie um sich aufstellen: wer schlafen will,macht sein Zimmer dunkel oder kriecht in eine Höhle.Ein Wink für Die, welche nicht wissen, was sie eigent-lich am meisten suchen, und es wissen möchten!

165.

Vom Glücke der Entsagenden. Wer sichEtwas gründlich und auf lange Zeit hin versagt, wird,bei einem zufälligen Widerantreffen desselben, fast ver-meinen, es entdeckt zu haben, und welches Glück hat