Diese Gesammtausgabe der Werke Friedrich Nietzsche’swird im Aufträge seiner Angehörigen veranstaltet.
Herausgeber dieses Bandes ist Fritz Koegel.
Beendigung des Druckes: Ende Juli 1894.
Nachbericht zur „Morgenröthe“.
Die Arbeit an der „Morgenröthe“ wurde im Frühjahr 1880 in Venedigbegonnen, woselbst Herr Peter Gast nach Dictaten und GesprächenNietzsche’s — von Mitte März bis Ende Juni — ein Heft „ L’Ombra diVenezia “ niederschrieb, aus dem Nietzsche einen Tkeil überarbeitet in die„Morgenröthe“ aufgenommen hat. Nach weiteren Vorarbeiten in Marienbad(Juli und August) und Stresa am Lago Maggiore (Mitte Oktober bis8. November) schrieb er den Hauptinhalt des Buchs zu Genua im Decem-ber 1880 und Januar 1881 endgültig nieder, in einem „Die Pflugschar“betitelten Heft, das am 25. Januar 1881 abgeschlossen war. Ein Nachtragdazu war am 12. Februar vollendet.
Gedruckt wurde das Werk von Anfang April bis nach Mitte Juni beiB. G. Teubner in Leipzig und erschien im Juli 1881 bei E. Schmeitzner inChemnitz unter dem Titel: „Die Morgenröthe. Gedanken über die mora-lischen Vorurtheile.“ (1881) — E. W. Fritzsch in Leipzig (der im Sommer1886 den Verlag der Nietzsche’schen Werke von Schmeitzner übernahm) gab imFrühjahr 1887 die noch vorhandenen Exemplare des ersten Drucks als„Neue Ausgabe mit einer einführenden Vorrede“ (1887) heraus, die Nietzscheim Oktober 1886 in Ruta bei Genua geschrieben hatte.
Das von Herrn Peter Gast angefertigte Druckmanuscript ist nicht mehrvorhanden; doch ist für den Text dieser (zweiten) Auflage das obenerwähnteeigenhändige Heft „Die Pflugschar“ verglichen worden, aus dem HerrPeter Gast den grössten Theil des Druckmanuscripts (ungefähr fünf Sechstel)copirt hat. — Die allgemeinen Grundsätze der Textbehandlung u. s. w. sindim Nachbericht zum ersten Bande dieser Gesammtausgabe dargelegt worden.