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sehr nahe stand, suchten im Nachdenken und Erkenneneine Art Sicherheit des Gefühls und letztes refugium.Wir, in einem unvergleichlich sichrerem Zustande, habendie Gefährlichkeit in’s Nachdenken und Erkennen getragen,und erholen und beruhigen uns von ihr am Leben.
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Erloschene Skepsis. — Kühne Wagnisse sind inder neuen Zeit seltener als in der alten und mittel-alterlichen, — wahrscheinlich desshalb, weil die neueZeit nicht mehr den Glauben an Vorzeichen, Orakel, Ge-stirne und Wahrsager hat. Das heisst: wir sind dazu un-fähig geworden, an eine uns bestimmte Zukunft zuglauben, so wie die Alten glaubten, welche — andersals wir — in Beziehung auf Das, was kommt, vielweniger Skeptiker waren, als in Beziehung auf Das,was da ist.
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Aus TJbermuth böse. — „Dass wir uns nur nichtzu wohl fühlen!“ — das war die heimliche Herzensangstder Griechen in der guten Zeit. Desshalb predigtensie sich das Maass. Und wir!
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Cultus der „Naturlaute“. — Wohin weist es,dass unsre Cultur gegen die Äusserungen des Schmerzes,gegen Thränen, Klagen, Vorwürfe, Gebärden der Wuthoder der Demüthigung, nicht nur geduldig ist, dass siedieselben gut heisst und unter die edleren Unvermeid-lichkeiten rechnet? — während der Geist der antiken