— 4i6 —
274.
Ich will wissen, ob du ein schaffender oder einumsetzender Mensch bist, in irgend einem Betrachte:als Schaffender gehörst du zu den Freien, als Umsetzen-der bist du deren Sclave und ein Werkzeug.
2 7 5 -
(Vgl. Zarathustra, Theil 2, von der Selbstüberwindung.)
„Reden wir nicht davon!“ — „Freund, hiervondürfen wir nicht einmal schweigen“.
276.
(Vgl. Bd. XI, Nachträge zu den Meinungen und Sprüchen, Aph. 41.)
Nimm dich vor dem in Acht: er redet nur, um nach-her hören zu dürfen, — und du hörst eigentlich nur, weiles nicht angeht, immerfort zu reden, das heisst: du hörstschlecht, und er hört nur zu gut.
277.
Wir haben beide etwas für uns: wie schön ist esda, zu streiten, — du hast die Leidenschaft, ich die Gründe!
278.
(Vgl. Wanderer und sein Schatten, Aph. 242; Morgenröthe, Aph. 219.)
Er that mir Unrecht, — das ist schlimm. Aberdass er mir nun gar noch sein Unrecht abbitten will,das ist zum Aus-der-Haut-fahren!
279.
Nach einem Zwiespalt. — „Man mag mir sagen,was man will, um mir wehe zu thun, man kennt michzu wenig, um zu wissen, was mir am meisten wehe thut.“