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4. Von der Moral.
91.
Moral ist eine Wichtigthuerei des Menschen vor derNatur.
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(Vgl. Morgenrötlie, Aph. 333.)
„Es giebt keinen Menschen, denn es gab keinenersten Menschen!“ so schliessen die Thiere.
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Vielleicht erfand ein Teufel die Moral, um dieMenschen durch Stolz zu quälen: und ein zweiter Teufelnimmt sie ihnen irgendwann einmal, um sie durch Selbst-Verachtung zu quälen. —
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Moral ist jetzt die Ausrede für die Überflüssigenund Zufälligen, für das geistes- und kraftarme Gewürm,das nicht leben sollte, — Moral insofern Barmherzig-keit: denn sie sagt zu jedem: „du bist doch etwas sehrWichtiges“, — was freilich eine Lüge ist.