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(In der letzten Rede muss sich auch das Grab-lied des zweiten Theils erfüllen.)
Plötzlich öffnet sich die furchtbare Kammer derWahrheit. — „Es giebt eine unbewusste Selbstbehütung,Vorsicht, Verschleierung, Schutz vor der schwersten Er-kenntniss: so lebte ich bis jetzt. Ich verschwieg miretwas; aber das rastlose Heraussagen und Wegwälzenvon Steinen hat meinen Trieb übermächtig gemacht. Nunwälze ich den letzten Stein: die furchtbarste Wahrheitsteht vor mir.“ Beschwörung der Wahrheit ausdem Grabe. (Vgl. Theil 3, der Genesende.)
(Vgl. oben S. t 15 ff“., die Wiederkunft d. Gleichen, Buch 5;
Theil 3, vom Gesicht u. Räthsel.)
„Wir schufen sie, wir weckten sie auf: höchste Äusse-rung des Muthes und des Machtgefühls.“ — Hohn überallen bisherigen Pessimismus.
„Wir ringen mit ihr, — wir entdecken, dass unsereinziges Mittel, sie zu ertragen, das ist: ein Wesen zuschaffen, das sie erträgt (der Schlange den Kopfabbeissen!); es sei denn, dass wir uns freiwillig wiederblendeten und blind gegen sie machten. Aber das ver-mögen wir nicht mehr!“
„Wir schufen den schwersten Gedanken, — nunlasst uns das Wesen schaffen, dem er leicht undselig ist!“
„Um schaffen zu können, müssen wir selber unsgrössere Freiheit geben, als je uns gegeben wurde; dazuBefreiung von der Moral und Erleichterung durch Feste.(Ahnungen der Zukunft! Die Zukunft feiern, nicht dieVergangenheit! Den Mythus der Zukunft dichten! Inder Hoffnung leben!) Selige Augenblicke! Und dannwieder den Vorhang zuhängen und die Gedanken zufesten, nächsten Zielen wenden!“