272
2 I 8.
Was ist denn das, was ihr euer Gewissen nennt?Nicht ein Gesetz, sondern dass ihr ein Gesetz nöthig habtund einen Arm, der euch halte, ihr trunkenen Stolperer!
219.
Der Zweck ist es, der jedes Ding und Thun ent-heiligt: denn was ist Heiligkeit, wenn sie nicht im Herzenund Gewissen des Dings und Thuns sitzt!
220.
(Vgl. Jenseits, Aph. 190.)
Was ist aller gemeinen Dinge Gemeinstes? EinSchluss, aller Schlüsse ältester und jüngster Schluss: „Esthut weh, also ist es schlecht.“
Seit ich dies „also“ verstand und diesen Ursprungdes Schlechten, lache ich über all euer „Gut und Schlecht“.Jenseits von „Gut und Schlecht“ tönt mein Gelächter.
221.
Grossmüthig den Schmerz betrachten: — oft wirddas dritte Geschlecht erst mit unserm Schmerze fertig,das heisst: eine neue Kraft wuchs ihm.
222.
(Vgl. Theil 2, von den glückseligen Inseln ; Theil 3, von altenund neuen Tafeln, Abschn. 16.)
Der Wille erlöst. Wer nichts zu thun hat, demmacht ein Nichts zu schaffen.