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g6.
(Ygl. von den Predigern des Todes.)
Ihr habt euch noch gar nicht entschlossen zum Leben,sondern fürchtet euch und zittert, wie Kinder vor demWasser, in das sie tauchen sollen. Und inzwischen ver-läuft eure Zeit, und ihr trachtet nach Lehrern, die euchsagen: „fürchtet und zittert vor dem Wasser, welchesLeben heisst“, — und ihr heisst die Lehre gut und sterbtfrühe.
97 -
(Vgl. Tlieil 3, von alten und neuen Tafeln, Absclin. 4.)
Man thut immer Unrecht — sagt die Gerech-tigkeit — und nicht nur, wenn ihr euch wehethut, sondernauch, wenn ihr euch wohlthut, liebt und nützt. Man ver-gilt nicht, man schadet durch Lob und Liebe, weil sienicht vergelten.
98.
Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet einen Nachbar? Sonehmt doch die Grenzsteine weg: so habt ihr keinenNachbar mehr. Aber ihr wollt den Krieg: und darumerst setztet ihr die Grenzsteine.
99.
Jedes Ding hat zwei Gesichter, eins des Vergehens,eins des Werdens.
100.
Und wie ein Kind mit dem kleinen Fusse eineScherbe vor sich her treibt, so thöricht stösst uns dasLeben vorwärts. -