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„Gut von den Menschen denken, — das begreift sichbei dir! Sie verstellen sich in deiner Gegenwart und wer-den vielleicht sogar besser, — genug, du lernst sie sokennen, als ob sie Spiegel wären, in denen du selbst„wiederstrahlst“. Auf Reisen! ego.
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Ich bin am verbindlichsten gegen Leute, die michsehr gut kennen (mich selber eingerechnet): gegen einenFremden bin ich vorsichtig, bis er meine Vorgebirge undKlippen gewahr geworden ist: ich will nicht, dass er sichan mir stosse und sich über sich selber dabei verdriesse.
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So will ich es doch eingestehen, — ich stelle michvor mir selber erzürnt über die gelegentliche Kälteund Vernachlässigung, die ich von Freunden und ehe-maligen Vertrauten erfahre: — im tiefsten Grunde lässtdies alles mich unbewegt, und das Gefühl dieser ge-wöhnlichen Unbewegtheit ist es, welches mich mitunterwünschen macht, es möchte etwas recht stark mich er-schüttern und herumreissen. Ich suche ein Mittel gegendie Langeweile, wenn ich mich erzürnt über solcheDinge stelle, und es gelingt mir schlecht damit, — ichbin euch gut und bleibe der Mensch des versöhnlichstenHerzens! —
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Man hat gut reden von aller Art Immoralität! Abersie aushalten können! Zum Beispiel würde ich ein ge-brochnes Wort oder gar einen Mord nicht aushalten: —
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XII.
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