8. Staat, Politik und Völker.
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 179—207.)
361.
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 188.)
Die Kriege sind einstweilen die grössten Phantasie-aufregungen , nachdem alle christlichen Entzückungenund Schrecknisse matt geworden sind. Die sociale Re-volution ist vielleicht etwas noch Grösseres, deshalbkommt sie. Aber ihr Erfolg wird geringer sein, als mandenkt: die Menschheit kann so sehr viel weniger, alssie will, wie es sich bei der französischen Revolutionzeigte. Wenn der grosse Effect und die Trunkenheitdes Gewitters vorbei ist, ergiebt sich, dass man, um mehrzu können, mehr Kräfte, mehr Übung haben müsste.
362.
(Vgl. Wanderer, Aph. 187; Morgenröthe, Aph. 174.)
Das moderne Leben will so sehr wie möglich vorallen Gefahren geschützt sein: mit den Gefahren abergeht viel Munterkeit, Übermuth und Anregung verloren,unsere groben Remeduren sind Revolutionen und Kriege.
363.
Der Haupterfolg der Arbeit ist die Verhinderungdes Müssiggangs der gemeinen Naturen, auch zum Bei-spiel der Beamten, Kaufleute, Soldaten u. s. w. DerHaupteinwand gegen den Socialismus ist, dass er den
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XI.
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