Vorrede.
Als ich jüngst den Versuch machte, meine älterenSchriften, die ich vergessen hatte, kennen zu lernen, er-schrak ich über ein gemeinsames Merkmal derselben:sie sprechen die Sprache des Fanatismus. Fast überall,wo in ihnen die Rede auf Andersdenkende kommt, machtsich jene blutige Art zu lästern und jene Begeisterungin der Bosheit bemerklicli, welche die Abzeichen desFanatismus sind, — hässliche Abzeichen, um derentwegenich diese Schriften zu Ende zu lesen nicht ausgehaltenhätte, wäre der Verfasser mir nur etwas weniger bekanntgewesen. Der Fanatismus verdirbt den Charakter, denGeschmack und zuletzt auch die Gesundheit: und werdiesen dreien zugleich wieder von Grund aus auf-helfen will, muss sich auf eine langwierige Cur gefasstmachen.
Nachdem ich so viel und dazu nicht das Erbaulichstevon mir gesagt habe — wie es die Sitte der Vorredezwar nicht anräth, aber doch erlaubt —, darf ich wenig-stens hoffen, damit erreicht zu haben, dass meine neuestenGedanken, welche ich im vorliegenden Buche mittheile,nicht ohne Vorsicht gelesen werden.
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