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2. Die Kunst: Wagner.
(Richard Wagner in Bayreuth.)
2 1 .
Man wird es Wagner nie vergessen dürfen, dasser in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts inseiner Weise (die freilich nicht gerade die Weise guter undeinsichtiger Menschen ist) die Kunst als eine wichtigeund grossartige Sache in’s Gedächtniss brachte.
22 .
Wagner gegen die Klugen, die Kalten, die Zu-friednen — hier seine Grösse — unzeitgemäss — gegendie Frivolen und Eleganten. — Aber auch gegen dieGerechten, Massigen, an der Welt sich Freuenden (wieGoethe), gegen die Milden, Anmuthigen, die wissenschaft-lichen Menschen — hier seine Kehrseite.
2 3 -
Unsere Jugend empörte sich gegen die Nüchtern-heit der Zeit. Sie warf sich auf den Cultus des Excesses,der Leidenschaft, der Extasen, der schwärzesten herbstenAuffassung der Welt.
24.
Wagner rennt der einen Verrücktheit nach, die Zeiteiner andern; beide im selben Tempo, ebenso blind undunbillig.
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