Zur Vorrede.
i.
Ich wünsche, dass billig denkende Menschen diesesBuch als eine Art Sühne dafür gelten lassen, dass ichfrüher einer gefährlichen Ästhetik Vorschub leistete:deren Brauch war, alle ästhetischen Phänomene zu„Wundern“ zu machen. Ich habe dadurch Schaden an-gestiftet, unter den Anhängern Wagner’s und vielleichtbei Wagner selbst, der alles gelten lässt, was seinerKunst höhern Rang verleiht, wie begründet und wie un-begründet es auch sein mag. Vielleicht habe ich ihndurch meine Zustimmung seit seiner Schrift über „die Be-stimmung der Oper“ zu grösserer Bestimmtheit verleitetund in seine Schriften und Werke Unhaltbares hinein-gebracht. Dies bedaure ich sehr.
2 .
Über Wagner wie über Schopenhauer kann manunbefangen reden, auch bei ihren Lebzeiten —: ihre Grössewird, was man auch gezwungen ist, in die andere Wag-schale zu legen, immer siegreich bleiben. Um so mehr istgegen ihre Gefährlichkeit in der Wirkung zu warnen.
o-
Meine Art, Historisches zu berichten, ist eigentlich,eigne Erlebnisse bei Gelegenheit vergangener Zeiten