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gebundenen Welt eingegangen sieht. Nachdem diesergrösste Umschwung in der Geschichte eingetreten ist,kann seine Seele ohne Neid und fast bedürfnisslos sein,er erstrebt für sich nicht vieles, nicht viel mehr; ihmgenügt als wünschenswerthester Zustand jenes freie furcht-lose Schweben über Menschen, Sitten, Gesetzen und denherkömmlichen Schätzungen der Dinge. Die Freude an ,diesem Zustande theilt er gerne mit; wer mehr von ihmwill, den weist er, ein wenig Spott auf den Lippen,mit wohlwollendem Kopfschütteln, hin zu seinem Bruder,dem freien Menschen der That: mit dessen „Freiheit“ esfreilich eine eigne Bewandtniss hat, über welche mancheGeschichte zu erzählen wäre. —
Nachdem solchermassen der Autor — fast hätte ichgesagt: der Dichter — den Prolog zu Gunsten seinesStückes und Flelden gesprochen, mag dieser selbst auf-treten und sein monologisches Spiel beginnen. Ob Trauer-spiel? Ob Komödie, ob Tragikomödie? Vielleicht fehltdas Wort, welches hier zur Bezeichnung völlig aus-reichte: so möge ein Vers uns zu Hilfe kommen undden Zuhörer vorbereiten:
Spiel der Gedanken, es führteine der Grazien dich:
O wie weidest den Sinn du mir! —
Weh! was seh ich? Es fälltLarve und Schleier der Führerin,und voran dem Reigenschreitet die grause Nothwendigkeit.